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(15) Stromversorgung / Energieversorgung

Zusammenfassung von Fakten

(1)

Elektrizität lässt sich nicht direkt in nennenswerter Menge speichern. Deshalb muss in jeder Sekunde ebensoviel Strom erzeugt werden wie gebraucht wird.

(2)

Nach einer Meldung in Focus Nr. 30/2008 sind deutsche Offshore-Windparks (Windkraftanlagen im Meer) mit einer Gesamtleistung von ca. 23.000 MW genehmigt.

(3)

Bei der Stromerzeugung in Windparks fällt kein klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) an; geringe Mengen entstehen nur durch Herstellung und Montage der Windkraftanlagen.

(4)

Generell ist der Bau von Parks von Windkraftanlagen zu befürworten.


(5)

Der von Windparks erzeugte Strom muss zu den Stromverbrauchern transportiert werden.


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Für eine Transportleistung von 23.000 MW sind mehrere Höchstspannungsleitungen erforderlich. Für diese Leitungen sind Trassen von der Küste bis zu den Schwerpunkten des Strombedarfs notwendig.


(8)

Wer Offshore-Windparks wünscht, muss zwangsläufig die notwendigen Trassen für die erforderlichen Höchstspannungsleitungen befürworten.


(9)

Mitmenschen, die sich dafür einsetzen, Atomkraftwerke (AKW’s) durch Offshore-Windparks zu ersetzen, aber neue Stromleitungstrassen ablehnen, kennen entweder die damit verbundenen Fakten nicht oder sie sind nicht glaubwürdig.


(10)

Bei Windstille erzeugen Windkraftanlagen keinen Strom.


(11)

Da Stromverbraucher (Industrie, Verkehr, Bevölkerung, usw.) auch el. Strom brauchen wenn kein Wind weht, müssen für solche Fälle andere Kraftwerke die ausgefallene Leistung von Windkraftanlagen ersetzen.


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Werden die AKW`s in Deutschland endgültig abgeschaltet, muss entweder die dadurch fehlende Kraftwerksleistung durch neue Kraftwerke ersetzt oder aus dem Ausland bezogen werden. Womöglich dann ebenfalls von AKW`s.


(13)

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema AKW / Windkraft gibt es im Internet unter dem Titel „Spricht Bände: Windkraftbranche für viel längere AKW-Laufzeiten“. Der Bericht kann eingesehen und herunter geladen werden unter:
http://www.Trend.infopartisan.net/trd1103/t221103.html

(14)

Nach der Verlagsbeilage der FAZ v. 09.10.07, gibt es derzeit weltweit 439 Kernkraftwerke, 34 sind im Bau. Weiter heißt es dort: „Geht man von den Plänen vieler Länder aus, dann dürften in den nächsten Jahrzehnten weltweit bis zu hundert neue Kernkraftwerke ans Netz gehen.“ Derzeit werden nicht nur in Russland und der Ukraine, sondern auch in Finnland, Frankreich, Bulgarien und Rumänien neue Kernkraftwerke gebaut. Weiter unten steht: Eine Reihe von Ländern wie Frankreich, die Schweiz oder die Niederlande haben die Laufzeiten bestehender Kernkraftwerke verlängert.

(15)

Jeder deutsche Politiker der sich heute für den Betrieb von AKW`s einsetzt, verliert durch den Zeitgeist Wählerstimmen. Politiker, die sich gar für eine Endlagerung von radioaktiven Abfallstoffen aus AKW`s aussprechen werden ein einmal erhaltenes Mandat wohl künftig nicht mehr bekommen. Ist es unter diesen Verhältnissen verwunderlich, wenn nach dem Motto „es kann nicht sein, was nicht sein darf“ jedes Argument recht ist um seinen Posten abzusichern?

(16)

Müsste es uns nicht zu denken geben, dass andere Länder neue AKW`s bauen und weitere noch bauen wollen, während v.a. im deutschsprachigen Raum der Ausstieg aus der Kernenergienutzung betrieben wird? Sind wir Deutsche denn schlauer als Bürger anderer Nationen? Die Nichtakzeptanz der AKW´s in Deutschland beruht nach Meinung des Verfassers auf unausgewogenen Informationen der Bevölkerung.
Durch den Bestseller „Der Atomstaat“ von Robert Jung, erschienen 1984, war von vorneherein das Thema Kernkraft negativ belastet. Es ist an der Zeit, alle bis heute erkennbaren Auswirkungen der Atomkraft, sowohl die negativen als auch die positiven, objektiv zu bewerten.

(17)

Die Grünen sind 1970 hervorgegangen aus der Bewegung gegen den Bau des AKW Wyhl. Die damalige Landesregierung wollte auf ihrem Gebiet ein Atomkraftwerk haben und hat den Bau des AKW mit unsachlichen Argumenten begründet. Der Protest der Bevölkerung war damals verständlich. Damals hat aber auch niemand den Einfluss des CO2-Ausstoßes auf das Klima erkannt.

(18)

Später haben AKW-Gegner stets gegen Bau und Betrieb von AKW`s in Deutschland protestiert. Mit dem GAU von Tschernobyl war der Höhepunkt der Protestbewegung erreicht. Es kam das Schlagwort auf: „Tschernobyl ist überall“. Alle Fachleute wissen jedoch, dass ein Schaden wie in Tschernobyl in deutschen AKW`s aus physikalischen / naturgesetzlichen Gründen nicht möglich ist!

(19)

Die russischen AKW`s sind anders konzipiert als die deutschen. Als Moderator, der die schnellen Neutronen abbremst damit sie weiteren Kernbrennstoff spalten können, wurde dort Grafit eingesetzt. In deutschen AKW`s wird dazu Wasser verwendet. Schon alleine dadurch hätte es bei sonst gleichen Verhältnissen in deutschen AKW`s nicht wie in Tschernobyl zu einem GAU (Größter anzunehmender Unfall) kommen können. Darüber hinaus gibt es wesentliche Unterschiede bei den Sicherheitseinrichtungen. In Russland wurde beispielsweise unterstellt, dass der Mensch zuverlässiger sei als die Technik. Bei Unregelmäßigkeiten hatte deshalb das Bedienungspersonal die letzte Entscheidung. Es konnte somit die Funktion von Sicherheitseinrichtungen außer Kraft setzen. Das war mit ein Grund für die Katastrophe in Tschernobyl.

(20)

Kernkraftgegner betonen, dass die Entsorgung von radioaktiven Abfällen aus AKW-Anlagen nicht gelöst ist. Das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass bis heute keine Maßnahmen verfolgt wurden zur Lösung dieses Problems. Im Gegenteil! Obwohl für die Prüfung des Salzstockes in Gorleben zur Einlagerung von radioaktivem Abfall aus AKW`s schon Millionen, wenn nicht Milliarden EURO ausgegeben worden sind und Trittin durch Unterschrift bestätigt hat, dass die gewonnenen Befunde einer Einlagerung nicht entgegen stehen, verlangt Nachfolgeminister Gabriel, auch Einlagerungsmöglichkeiten in anderen Bundesländern zu erkunden. Zusammen mit weiteren neuen Forderungen findet der Verfasser dafür nur eine plausible Erklärung: Wenn Gabriel die Einlagerung im Salzstock in Gorleben nicht verhindert, verliert er mit Sicherheit viele Wählerstimmen und damit sein Bundestags-Mandat.

(21)

Im Jahr 2000 nahm Trittin bei der Untersuchung des Salzstockes in Gorleben, zur Feststellung der Lagerfähigkeit von radioaktiven Abfällen aus AKW`s, einen tödlichen Unfall zum Anlass um weitere Untersuchungen zu untersagen.
(Anmerkung: Hätten unsere Väter und Großväter ebenso argumentiert, müssten wir heute noch in Pferdekutschen reisen. In den Kohlebergwerken, den Energielieferanten der beginnenden Industrialisierung, gab es durch Betriebsunfälle Hunderte von Toten. Mit der gleichen Unlogik müsste auch der Verkehr mit Autos verboten werden; verursacht er doch jedes Jahr mehrere Tausend Tote).

(22)

In einem Leserbrief, veröffentlicht am 08.08 2008 in der Tageszeitung „Main-Echo“, hat Dr. Rudolf Fahnenstich den Stand der Entsorgung von radioaktiven Abfällen aus AKW`s dargelegt. Nach seinen Angaben dürfte die Entsorgung in Deutschland auch von hochaktiven Abfällen bald gelöst sein. Dr. Fahnenstich stellt fest, dass für schwach- und gemäßigt radioaktive Abfälle die Schachtanlage Konrad als Endlager endgültig seit April 2007 genehmigt sei. Im Jahr 2000 hat Jürgen Trittin im Anhang 4c der Bundesregierung an den Konsensvertrag zum Austritt aus der Kernenergie unterschrieben, dass die bisher gewonnenen Befunde einer Eignung des Salzstockes Gorleben nicht entgegenstehen. Der Salzstock liege seit 100 Millionen Jahre unberührt in der Erde.

(23)

Das Moratorium (weitere Untersuchungen am Salzstock Gorleben zu verschieben) läuft bald ab. Sigmar Gabriel will nach einem Entwurf, vorgestellt in Berlin am 12. August 2008, die Anforderungen an ein atomares Endlager verschärfen.

(24)

Schlampereien bei der Lagerung von radio-aktiven Stoffen, in welcher Form auch immer, sind unbedingt zu verhindern. Werden solche festgestellt, ist nach der Ursache zu suchen. Die Verantwortlichen müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Fahrlässiger oder leichtsinniger Umgang mit radioaktiven Stoffen ist heute schon Strafbestand.

(25)

Dr. Hans-Joerg Wingender schreibt in einem Leserbrief an das Main-Echo, veröffentlicht am 09.08.2008, dass Finnland bei Olkiluoto ein Endlager für hochaktive Abfälle baut; Schweden die Standortvorauswahl für die Endlagerung abgeschlossen hat und die USA den Genehmigungsantrag für das Endlager für hochaktive Abfälle in Yucca Mountain gestellt haben.

(26)

Auf Seite 8 der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ vom Juli 2008 schreibt Dr. Quentmeier, Dortmund, u.a. „Die deutschen Kernkraftwerke sparen ca. 160 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ein. Wind und Sonne können auch bei großzügigsten Subventionen nicht den bisher von Kernkraftwerken erzeugten Strom ersetzen.“ Im gleichen Beitrag wird auch das weltweite CO2-Problem beschrieben.

(27)

In der genannten Zeitschrift stellt Prof. Konrad Kleinknecht fest „Das Ziel die CO2-Emissionen in Deutschland bis 2020 um 30 % zu senken kann nicht erreicht werden, wenn man die Kernkraftwerke abschaltet“.

(28)

Wie unter dem Thema „Allmähliche Selbstvernichtung“ angegeben,. brauchte die Natur früher Tausende von Jahren um die Menge an Kohlenstoff in Pflanzen und Tieren einzulagern, die wir heute in einem einzigen Jahr verbrennen. Der von uns heute genutzte Kohlenstoff war viele Millionen Jahre in der Kohle, im Erdöl und im Erdgas unberührt in der Erde gelagert. Und dass aus der Kohlenstoffverbrennung das klimaschädliche Treibhausgas CO2 entsteht müsste Jeder wissen.

(29)

Im gleichen Artikel wurde auch genannt, dass sich der Verbrauch an fossilen Brennstoffen seit 1800 dramatisch erhöht hat. Damals hätte jede Familie auf der Erde Jahr für Jahr 15 Tonnen Kohle und 26 Tonnen Öl verfeuern müssen um genau so viel CO2 zu erzeugen wie wir heute.
Anmerkung: Der heutige hohe Verbrauch an fossilen Brennstoffen ist hauptsächlich eine Folge des explosionsartig erhöhten Lebensstandards v.a. in den Industrieländern. Beispielsweise hatte der deutsche Kaiser um 1900 nicht einmal ein Bad, in dem er wie viele Millionen Bundesbürger heute zu jeder Zeit baden konnte. Wollte er baden, musste eine Badewanne vom Hotel Adlon in Berlin geholt werden

(30)

Ebenso wie in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die Risiken durch den Betrieb mit Atomkraftwerken beiseite geschoben wurden, bleiben heute die Auswirkungen des enormen CO2-Ausstoßes unberücksichtigt. Bei der Bewertung von Endlagern für radioaktive Abfälle werden korrekterweise lange Zeiträume berücksichtigt. Die Langzeitwirkung des CO2-Anfalls ist für die meisten Mitbürger überhaupt kein Thema.

(31)

Um anfallende CO2-Mengen zu verringern müssten Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke stillgelegt werden. Das geht aber nicht, wenn auch die AKW`s abgeschaltet werden. Damit das Klima auf der Erde durch den ständigen CO2-Eintrag in die Atmosphäre nicht kollabiert, soll das Kohlendioxid aus fossilbefeuerten Kraftwerken in Kavernen unter der Erde eingepresst werden. Zum Verdichten ist allerdings ein erheblicher Energie-Aufwand erforderlich.

(32)

Bei ungeschöntem Nachdenken, welche Folgen der extrem hohe CO2-Ausstoß später vermutlich haben wird, muss es uns grausen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden vermehrt Klimakatastrophen, Orkane, Überschwemmungen, Trockenheit, Wüstenbildung, verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft mit Hungersnöten usw. auftreten. (Siehe dazu auch die Angaben von Klimaexperten im Artikel „Allmähliche Selbstvernichtung). Der GAU von Tschernobyl war schrecklich, die Folgen des CO2-Ausstoßes werden mit größter Wahrscheinlichkeit vielfach schrecklicher werden. Die Tschernobyl-Katastrophe wirkte sich europaweit und zeitlich begrenzt aus. Die CO2-Katastrophe wird sich weltweit und zeitlich unbegrenzt auswirken. Dies alles zu erkennen dürfte nicht sehr schwer sein. Zwei Voraussetzungen hierfür sind: Erstens, man muss das Problem erkennen wollen und zweitens muss man über die Fakten objektiv abwägend und gründlich nachdenken.

(33)

Uns heutige Erdenbürger kümmert das alles nicht. Die wirklich großen Katastrophen durch den ständigen Kohlendioxideintrag in die Luft werden sich erst später einstellen; dann, wenn wir, die dafür Verantwortlichen das Zeitliche gesegnet haben.

(34)

Die geringen Risiken der Atomkraftnutzung, in Relation zur Kohlenstoff-Verbrennung und deren Spätfolgen werden aus politischen und taktischen Gründen unterschlagen bzw. die Folgen der AKW-Nutzung unverhältnismäßig dramatisiert. Weil die Diskussionsatmosphäre einerseits durch unsachliche und ideologische Argumente, andererseits durch Verniedlichungen und Vertuschungen aufgeheizt ist, spielen sachlich begründete Fakten derzeit eine untergeordnete Rolle. Es ist allerhöchste Zeit für eine vernünftige, alle Aspekte berücksichtigende Behandlung unserer Energienutzung. Spätere Generationen werden für die heutigen Querelen kein Verständnis aufbringen.

(35)

Mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln müssten wir im Interesse unserer Nachkommen für eine Verringerung des CO2-Ausstoßes sorgen.


(36)

Wir möchten heute u.a. gut leben, genügend zu essen und warme Wohnungen haben, viele elektrische Geräte und Maschinen nutzen können, reisen können wohin und womit wir wollen. Die Folgen jedoch, die unser Verhalten hat, wollen wir nicht wahrhaben, ja, noch nicht einmal wahrnehmen. Unsere Kinder und Kindeskinder müssen die Auswirkungen aber ertragen.

(37)

Zur Vervollständigung sei bemerkt, dass wir elektrischen Strom auch ohne Kohle, Öl, Erdgas und Uran erzeugen können, wenn es uns gelingt einen gesteuerten Kernverschmelzungsprozess zu erzielen. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts hoffte man das bis zur Jahrtausendwende zu erreichen. Mit fortschreitender Forschung erkannte man aber, dass eine kontrollierte Kernverschmelzung unbeschreiblich größere Schwierigkeiten bereitet als eine spontane Kernfusion mit der Wasserstoffbombe. Nach den heutigen Kenntnissen ist es sehr fraglich ob die Menschheit jemals einen dauerhaften, wirtschaftlichen und gesteuerten Kernverschmelzungsprozess erzielen und beherrschen kann.

(38)

Bei Abwägung der verfügbaren Erkenntnisse kommt der Verfasser nach reiflicher Überlegung zu folgender Überzeugung: Wenn wir wirklich und nachhaltig auf Umwelt und Nachkommen Rücksicht nehmen wollten, müssten wir einerseits weltweit unseren Lebensstandard radikal reduzieren um nur so viel Kohlenstoff zu verbrennen, wie von Pflanzen und dem Meer aufgenommen wird. Andererseits dürften wir keine AKW`s betreiben um keine radioaktiven Abfallstoffe zu erzeugen, die dauerhaft und unschädlich gelagert werden müssen. Diese konsequenten und extremen Forderungen sind jedoch mit Blick auf die USA, China. Indien, weitere Staaten und unser eigenes Verhalten utopisch. Deshalb brauchen wir zum größtmöglichen Schutz der Umwelt und im Interesse unserer Nachkommen sowohl erneuerbare Energien, z.B. Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie, vorwiegend aus sonnenbeheizten Kraftwerken, als auch Kernenergie. Die Kernenergie wird obendrein so lange benötigt, bis wir elektrische Energie in großen Mengen direkt oder indirekt speichern können. Indirekt ist dies möglich durch Erzeugung von Wasserstoff mittels elektrischem Strom aus sonnenbeheizten Kraftwerken und anschließender Lagerung, so, wie es bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in Fachzeitschriften vorgeschlagen, aber aus durchsichtigen Gründen nicht realisiert wurde. Mit Erölförderung, -verarbeitung und Verkauf der damit gewonnenen Produkte konnte man ja auch Milliarden Gewinne erzielen.

(39)

Für viele Mitbürger wird es äußerst schwierig sein die zahlreichen Einflüsse auf die Energieversorgung objektiv zu beurteilen. Zu viele egoistisch gefärbte Daten und Argumente wurden schon von verschiedenen Seiten vorgebracht. Trotzdem dürfte es bei reiflicher Überlegung und Abwägung v.a. der Einflussgrößen gelingen, einen annähernd realistischen Überblick zu erhalten.

(40)

Die hier beschriebenen Fakten stehen teilweise im Widerspruch zum Zeitgeist. Deshalb werden heftige Reaktionen erwartet. Wahrscheinlich wird auch versucht werden einige Fakten als unrichtig zu bezeichnen und zu widerlegen. Es bleibt daher dem Leser überlassen, Übertreibungen, Verniedlichungen, tendenziöse Darstellungen mit egoistischem Hintergrund usw. zu erkennen und entsprechend zu bewerten.

 

Vergessen sie
die genannten Fakten zur Richtigstellung von Falschmeldungen. Es sind lediglich Details und spiegeln das Geplänkel mit Argumenten auf dem Gebiet der Energieversorgung wider. Bewusst irreführende Argumente, auch solche, zu denen hier nichts gesagt wurde um die Thematik zu beschränken, werden doch hauptsächlich vorgebracht um Wähler zu beeinflussen und so durch Wählerstimmen Macht zu erhalten oder Macht zu vermehren. Argumente können scheinbar gar nicht unlogisch und dumm genug sein um sie nicht naiven, gutgläubigen und nicht nachdenkenden Mitmenschen als glaubhaft verkaufen zu können.


Aber prägen sie sich ein:


Die Menschheit hat sich seit einigen Millionen Jahren entwickelt. Bis vor rund 200 Jahren gab es ca. 1 Milliarde Menschen auf der Erde. Seit dieser Zeit, also seit zwei Jahrhunderten hat sich die Erdbevölkerung auf mehr als das 6-fache vermehrt. Und jeder Mensch braucht nicht nur Nahrung, Wasser und Luft zum Leben, sondern auch Energie.


Denkpause


Seit Beginn der industriellen Revolution vor etwa 200 Jahren ist es möglich, nicht nur mit Muskelkraft angetriebene Geräte einzusetzen. Mit neuen Hochleistungsmaschinen, motorisch angetrieben, konnte und kann ein Vielfaches an Rohstoffen gewonnen werden. Besonders der Abbau der fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas kann und wird sich letztlich indirekt über das Klima verheerend auf die Menschheit auswirken.


Denkpause


Wie schon erwähnt, hätte vor der industriellen Revolution, als die Kohlendioxid-Bilanz weltweit noch ausgeglichen war, jede Familie jährlich 15 Tonnen Kohle und 26 Tonnen Öl verbrennen müssen um die gleiche Menge an Kohlendioxid an die Luft abzugeben wie wir heute. Aufgeteilt auf alle Menschen sind das 4000 kg CO2 je Erdenbürger. Dabei ist zu bedenken, dass diese exorbitante Menge Jahr für Jahr in die Atmosphäre abgegeben wird und nicht nur einmalig wie bei früheren Naturkatastrophen.


Denkpause

 

Es gibt Menschen, die diese Tatsachen weiterhin ignorieren nach dem Motto „es kann nicht sein was nicht sein darf“. Sie ignorieren denn auch das Abschmelzen der Gletscher, die wissenschaftlich festgestellte Erhöhung der Lufttemperatur, die vermehrt auftretenden Naturkatastrophen usw., usw.


Wenn die Menschheit ihr Verhalten der letzten zweihundert Jahre in gleicher Weise und im gleichen Tempo so weiter fortsetzt, dürfte es mit größter Wahrscheinlichkeit nach den nächsten zweihundert Jahren, mit Sicherheit aber nach weiteren zweihundert Jahren menschliches Leben auf der Erde nur noch begrenzt und mit erheblichen Einschränkungen geben. Wir sind auf dem besten Wege die Lebensgrundlagen für unsere Nachkommen zu zerstören.


Wie unwichtig dagegen sind doch die heutigen Diskussionen über Atomkraftwerke, Endlager für AKW-Abfälle, die eine Million Jahre sicher gelagert werden sollen, neue Kohlekraftwerke usw.

 

Nach dem heutigen Stand der Technik ist nur der Ersatz von fossilbefeuerten und Atom-Kraftwerken durch Sonnenenergie eine dauerhaft mögliche Energieversorgung, auch für unsere Nachkommen.


Diese Feststellung ist unbestreitbar, denn die Energieträger Kohle, Öl, Gas und Uran sind endlich.
Welche Mitmenschen, Politiker, Naturschützer, Grüne, Ökologen, Redakteure, Eltern und Lehrer als Erzieher der nächsten Generation machen sich die Mühe, die Verhältnisse ungeschönt zu begreifen und sich verantwortungsbewusst im Sinne unserer Kinder und Kindeskinder zu verhalten?


Berücksichtigen sie bei ihren Überlegungen:

 

Der Vorrat an Kohle, Erdöl und Erdgas ist endlich. Egal wie lange die Vorräte noch genutzt werden können; mit Sicherheit gibt es diese Stoffe in 500 Jahren nicht mehr, wenn wir sie so oder auch etwas gemindert ausbeuten wie bisher. Folglich muss die Menschheit früher oder später sowieso zu anderen Primärenergien wechseln. Das geht umso sanfter, je früher damit begonnen wird. Rob Hopkins hat in seinem auf wissenschaftlichen Berichten basierenden Buch „Energiewende / Das Handbuch“, erschienen im Verlag „ZWEITAUSENDEINS“, eine Umsteige-Strategie für England beschrieben. Diese Strategie ist natürlich auch auf andere Länder anwendbar.


Die Technische Universität Zürich hat mit der „2000 Watt Vision“ ebenfalls einen Weg aufgezeigt zur Lösung des CO2-Problems.


Die wichtigste Feststellung aber ist: Nicht das Ende des Vorrates an fossilen Brennstoffen ist für unsere Nachkommen das Hauptproblem, sondern die schädlichen Folgen durch den hohen CO2-Ausstoß in die Atmosphäre. Leider hat sich diese Erkenntnis noch nicht allgemein durchgesetzt. Manchen ist das auch vollkommen gleichgültig, gehen sie doch davon aus „Nach mir die Sintflut“.

10.2.09 21:56
 


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