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(6) Wunder


Nach üblichem Verständnis sind Wunder außergewöhnliche Ereignisse, für die es keine Erklärung gibt und die Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechen. Gehen wir dabei unbewusst nicht davon aus, dass alles was wir nicht erklären können und was sich jenseits unseres Wissens bewegt, auch nicht möglich ist? Oder einfacher ausgedrückt, man spricht bei Wundern von Ereignissen, die man nach dem aktuellen Wissensstand für „übernatürlich“ hält. Wird hierbei nicht unterschwellig vorausgesetzt, dass wir schon alles, oder zumindest das meiste, wüssten? Diese Annahme wäre ebenso arrogant wie das Verhalten der Inquisitoren im Mittelalter, die Giordano Bruno 1600 auf den Scheiterhaufen und Galileo Galilei zum Abschwören seiner richtigen Thesen gebracht haben.

Hätte vor nur 1.000 Jahren – die Erde besteht seit ca. 5 Milliarden Jahren, also 5 Millionen mal länger – ein Mensch mit einem Handy ein Gespräch geführt, die Mitmenschen hätten wohl geglaubt, es wäre ein Gespräch mit Gott. Als Wunder wäre auch ein Fernsehgerät angesehen worden, auf dessen Bildschirm sich exotische Szenen abgespielt hätten, oder ein Flugzeug, das in großer Höhe mit hoher Geschwindigkeit über den Köpfen der Menschen seine Bahnen zieht, oder die Verpflanzung eines Herzens in einen fremden Körper, oder vielleicht auch das Wiederanwachsen eines vorher abgetrennten Armes, oder..... oder. Wie erwähnt, solche Ereignisse wären vor 1.000 Jahren, wahrscheinlich sogar noch in der Zeit von Galileo Galilei, als Wunder angesehen und als solche dokumentiert worden.

Dem Verfasser ist eine Frau bekannt, die außergewöhnliche Eigenschaften zu haben scheint. Nur zwei Beispiele: „Heute Nacht ist Herr XY (der Name ist bekannt) gestorben“, sagte sie eines Morgens zu ihrem Mann. Mit diesem Herrn hatte das Ehepaar früher zusammen gearbeitet. Allerdings war er schon seit Jahren aus ihrem Blickfeld verschwunden. Nachdem die neue Anschrift und die Telefonnummer ermittelt worden waren, wurde der Betreffende angerufen. Dem Ehepaar wurde mitgeteilt, dass Herr XY tatsächlich in der genannten Nacht verstorben war.

Wochenlang ist dieser Frau außerdem immer wieder ein Kopf erschienen der sich taumelnd vor ihren Augen bewegte. Die Frau konnte sich diese Erscheinung nicht erklären. An einem Sonntagabend ging das Ehepaar zum Essen in ein schon seit einiger Zeit von ihnen nicht mehr besuchtes Lokal. Der bekannte frühere Kellner war nicht da. Man fragte nach ihm. Die Antwort war überraschend: „Wissen Sie denn nicht, dass er einen Unfall hatte, bei dem sein Kopf regelrecht abgeschnitten wurde?“ Der Kellner war mit seinem Motorrad unterwegs gewesen. Vor ihm war ein Lastwagen gefahren, beladen mit Stahlblechen. Eine Blechtafel hatte hinten weit über die Ladefläche hinausgeragt. Der Motorradfahrer hatte nicht rechtzeitig bremsen können; wahrscheinlich hatte er das Hindernis nicht früh genug bemerkt. Er war so unglücklich aufgefahren, dass sein Kopf durch die überstehende Blechtafel vom Körper getrennt wurde.

Der Verfasser selbst hat bei einer Virusinfektion, halb im Koma liegend, von der Zimmerdecke aus zugesehen, wie die Ärzte vor seinem Bett diskutierten und wie sein Körper auf eine Schicht aus Eiswürfeln gerollt wurde. Die kalte Eisschicht hat er als etwas kühl empfunden. Die Sicht von der Zimmerdecke aus war einfach unmöglich. Trotzdem wurde dies als Tatsache wahrgenommen. Von fast genau gleichen Erlebnissen haben schon viele Menschen berichtet.

Nach dem aktuellen Wissensstand kann man alle diese Erscheinungen nicht erklären, sie werden aber sicher nicht als Wunder angesehen. Wie war es wohl bei früher berichteten Wundern?

Bitte versuchen Sie darüber nachzudenken.


5.1.09 08:59
 


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